Auf dem Breitbandkongress 2021 des Fachverbandes Rundfunk- und BreitbandKommunikation beschlossen die Verbandsmitglieder einstimmig, den neuen TV-Sender BILD nicht ins lineare Kabel einzuspeisen bzw. wieder zu entfernen. Hintergrund ist eine Entscheidung von BILD, den mittelständischen Netzbetreibern kein Einspeiseentgelt zu zahlen.
Der FRK-Vorsitzende Heinz-Peter Labonte sprach beim Verhalten der Landes*medi*enan*stalten bei der Einspei*sung von BILD ins Netz der Voda*fone von einem Skandal. Denn während andere, vor allem klei*nere Programm*anbieter nicht von Voda*fone ins Kabel einge*speist werden könnten, weil keine Kapa*zitäten bereitstehen, konnte der Axel Springer Verlag das Programm N24 Doku HD gegen BILD einfach austau*schen.
In diesem Zusammenhang kritisierte Labonte insbesondere auch die deutschen und europäischen Kartellbehörden, weil sie trotz eindeutiger Beschwerden des FRK und Hinweise der mittelständischen Sender die Übernahme der Unity Media durch Vodafone ohne diesbezügliche Auflagen durchgewunken hätten. Und auch angesichts erkennbarer Benachteiligung und am Beispiel BILD-TV nachvollziehbarer Wettbewerbsverzerrungen, machten weder Kartellbehörden noch Medienanstalten keine erkennbaren Anstalten diese Missstände wenigsten im Nachhinein zu beseitigen.
So fand Labonte auf seine Frage "Wäre es nicht auch zur Sicherung der Meinungs- und Programmvielfalt und Gewährleistung des chancengleichen Zugangs für alle Anbieter angemessen gewesen, den N24 Doku HD Sendeplatz im Kabel auszuschreiben?“ einhellige Zustimmung in der Mitgliederversammlung.




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